• Die Stadt - Buchproduktion

    Die Stadt – Produktion des Kataloges    

    Nun sind es noch zwei Wochen bis zur Eröffnung unserer Ausstellung bei C/O Berlin und die Arbeit am Ausstellungskatalog, der im Mai bei Hatje Cantz erscheinen wird, ist abgeschlossen. Unser Dank gilt dem Büro Naroska Design (Layout), Christiane Rothe von DruckConcept (Druckvorstufe) und der Dr. Cantz'schen Druckerei in Ostfildern (Druck).

    Die Produktion des Buches wurde von der Stiftung Kunstfonds gefördert.
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    Produktion

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  • Die Stadt - Annette Hauschild "Atlantis"

    Jörg Brüggemann: Liebe Annette, für dein Projekt "Atlantis", das Teil unserer Jubiläumsausstellung "Die Stadt - Vom Werden und Vergehen" ist, bis Du an Orte gefahren die Atlantis heissen, unter anderem eine Jugendherberge in Krakow und ein Transexuellenclub in New York. Wonach hast Du gesucht, als Du "Atlantis" fotografieren wolltest und was hast Du an diesen Orten gefunden?

    Atlantis
    © Annette Hauschild/OSTKREUZ

    Annette Hauschild: Mich hat es gereizt, keinen wirklichen Ort, keine wirkliche Stadt zu suchen, sondern die Idee von einer idealen Stadt. Unser Titel "Die Stadt - Vom Werden und Vergehen" hat ja schon was Überhöhtes, etwas zu Großes, mit dem scheinbaren Anspruch, einen ganzen Zyklus erklären zu wollen. Ich fand es wichtig, dass die Sichtweisen darauf sehr unterschiedlich sind. Ich wollte ganz kleine und menschliche und auch ganz abstrakte Aspekte zeigen. Dann bin ich eher zufällig auf Atlantis gestoßen.
    Ich habe mir gedacht, dass alle Orte, die sich so nennen, sich irgendwie mit dem Bild dieser Legende auseinandergesetzt haben und es dort etwas zu fotografieren gibt, was in der Gesamtheit dann ein größeres Bild von dieser Traumstadt oder der Sehnsucht danach ergibt. Na ja, und bei Atlantis passt natürlich unser Untertitel "Vom Werden und Vergehen" sehr gut. Nur etwas, was nicht mehr existiert bzw. nie existiert hat, kann soviel an Interpretation und Wunschdenken vertragen.
    Atlantis ist ein universeller und sehr populärer Mythos. Es ist unglaublich, wie inflationär der Name gebraucht wird, wenn man erstmal anfängt danach zu suchen. Ich habe nach Orten gesucht, die kein zu perfektes Bild von Atlantis zeigen, wie zum Beispiel diese vielen Spaßbäder, die so heißen. Sondern nach Orten, die an sich schon einen Bruch haben, die nicht allzu perfekt sind. Erstens, um noch eigene Bilder finden zu können und zweitens, damit beide Seiten – Aufstieg und Fall von Atlantis – auch eine Rolle spielen können.


    JB: In vielen Deiner Bildern erkennt man den konkreten Ort, an dem sie fotografiert wurden, nicht mehr, aber ein übergeordnetes Gefühl für den Ort "Atlantis" stellt sich ein - als wenn diese Orte von einem unsichtbaren Band zusammen gehalten werden. Hast Du schon beim Fotografieren genau darauf geachtet, das die Bilder von so unterschiedlichen Orten gut zusammen passen, oder hat sich das erst bei der Editierung ergeben?

    Atlantis
    © Annette Hauschild/OSTKREUZ

    AH: Das Zusammenpassen war viel schwerer, als ich gedacht habe. Ich wollte eine Mischung aus Ortsbeschreibung und Porträts machen. Ich habe natürlich versucht, Bilder zu machen bzw. zu finden die ein Stimmungsbild ergeben und die, die etwas über Paradies, Traum,  Untergang etc. aussagen können. Aber  die Zusammenstellung war nicht einfach, weil die Orte eben sehr unterschiedlich waren. Am Ende sah man doch sehr gut, wo das war und ich habe dann sehr viel Außenaufnahmen, die eher Ortsbeschreibung waren, rausgelassen.
    Auch die Entscheidung, ob man am Ende einen Ort aus den Vielen macht oder eben gerade die Widersprüche und Unterschiedlichkeiten zeigt, fiel mir schwer. In einer längeren Serie hätte man sicher mehr Platz für viel Unterschiedliches gehabt, aber in einer Kurzfassung muss man doch sehr präzise sein, das ist nicht gerade meine Stärke. An der Reihenfolge habe ich sehr lange herumprobiert und jetzt habe ich fast alle meine Lieblingsbilder unterbringen können.
    Wenn Du sagst, dass es so scheint, als wäre alles an einem Ort, bin ich ganz froh, denn das habe ich auch letztendlich versucht hinzukriegen. Vor allem durch das Anfangsbild wird ganz klassisch, wie in einer Reportage, der Ort vorgegeben und dann kommt man rein…


    JB: Ich persönlich hab wahrscheinlich zum ersten Mal vom Mythos "Atlantis" in den 80er Jahren gehört. Damals gab es im deutschen Fernsehen die etwas peinliche amerikanische TV-Serie "Der Mann aus Atlantis" mit Patrick Duffy in der Hauptrolle, als letzten Überlebenden des versunkenen Inselreichs. Neben einer Menge anderer bizarrer Phänomene tauchen in der Serie auch Außerirdische oder Portale in andere Dimension auf. Dein Projekt funktioniert ganz ähnlich wie ein Dimensionsportal. Man steigt ein und wird in kürzester Zeit über den ganzen Planeten geschickt. Glaubst Du, dass die Utopie "Atlantis" in der globalisierten Welt ein Stück näher gekommen ist?

    Atlantis
    © Annette Hauschild/OSTKREUZ

    AH: Ich glaube längerfristig braucht man diese kollektiven Sehnsüchte, wie Atlantis eine ist, nicht mehr, jeder bewegt sich selber in seiner eigenen – manchmal globalisierten – Community oder in seiner digitalen Fantasiewelt. Kein Mythos hat mehr die Chance, sich über Jahrhunderte zu halten und zu entwickeln. Aber das stört mich nicht und das will ich gar nicht kritisieren.
    Das eigentliche Thema von Atlantis ist die Suche nach dem Glück und der idealen Lebensform und dass dieser Zustand immer seine Endlichkeit in sich trägt. Das ist etwas, was Menschen immer bewegt. Atlantis benutze ich nur, weil es so schön sinnbildlich dafür steht.

  • Die Stadt – Editierung der einzelnen Serien

    Noch ganze sechs Wochen bis zur Ausstellungseröffnung bei c/o Berlin: "Die Stadt- Vom Werden und Vergehen". Nachdem wir Ende Juli unserem Kurator Felix Hoffmann von C/O-Berlin unsere Arbeiten erstmals vorgestellt hatten, begannen wir bei einem Treffen im November mit der Editierung der einzelnen Serien. In den folgenden drei Monaten wurde dieser Prozess weitergeführt bis die endgültige Auswahl feststand.

    All images © Dawin Meckel/OSTKREUZ

    Editierung

    Editierung

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  • Die Stadt - Das erste Treffen mit dem Kurator

    Wie schon angekündigt, möchten wir einzelne Phasen aus dem Produktionsprozess unseres neuen Buch- und Ausstellungsprojekt »Die Stadt - Vom Werden und Vergehen« hier vorstellen.

    Doch bevor wir auf den Stand der Dinge eingehen, hier ein kleiner Rückblick auf ein Treffen im Sommer 2009. Anlass war, unserem Kurator Felix Hoffmann von C/O-Berlin einen ersten Überblick von den bis dahin angefertigten Serien für das Stadt-Projekt zu zeigen.

    Lehnitz
    © Andrej Krementschouk/OSTKREUZ
    Lehnitz
    © Andrej Krementschouk/OSTKREUZ

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  • Die Stadt - Vom Werden und Vergehen

    »Die Stadt – Vom Werden und Vergehen«
    Das neue Ausstellungs- und Buchprojekt der Agentur OSTKREUZ.

    Am 07. Mai 2010 werden wir bei C/O Berlin unsere neue Ausstellung eröffnen. Die 18 Fotografen der Agentur waren weltweit in Städten unterwegs, um die unterschiedlichsten Aspekte urbanen Lebens zu dokumentieren. Der Prozess von der Ideenfindung bis zur Präsentation des Projektes umfasst mehr als drei Jahre.

    In der Vergangenheit haben wir auf unserem Blog schon Ausschnitte einzelner Arbeiten daraus vorgestellt:

    Nun ist der fotografische Prozess abgeschlossen und die Produktion der Ausstellung und des Buches beginnt. Wir werden in den folgenden Wochen an dieser Stelle immer wieder über den Stand der Dinge informieren.


    DownTown - Dawin Meckel

    DownTown

    © Dawin Meckel/OSTKREUZ

    Gaza - Heinrich Völkel

    Gaza
    © Heinrich Völkel/OSTKREUZ

    Auroville - Anne Schönharting
    Auroville

    © Anne Schönharting/OSTKREUZ

    Transit stills - Frank Schrinski ( No.1 ; No.2 ; No.3 )

    Transit stills

    © Frank Schinski/OSTKREUZ


    Mas Austral - Jörg Brüggemann

    Mas Austral

    © Jörg Brüggemann/OSTKREUZ

    Talayan Riverside - Espen Eichhöfer
    Talayan Riverside
    © Espen Eochhöfer/OSTKREUZ