Exit Africa
von
Julian Röder
Auf Nick Gregers Unterarm ist ein SA-Mann und die Karte des Deutschen Reichs tätowiert.
Seit seinem 12. Lebensjahr verkehrt er in rechtsextremen Kreisen. Mit seinen Kumpels schlägt Greger Ausländer zusammen und überfällt linke WGs. In der Dresdener Straßenbahn reißt er einem Schwarzen das Ohr ab. Zweimal sitzt er wegen gefährlicher Körperverletzung im Gefängnis.
Kurz vor seiner dritten Verhaftung flüchtet er sich nach Afrika. Die Liebe zu einer schwarzen Namibierin bewegt ihn zum Umdenken. Er beschließt den Ausstieg. 2005 kehrt er nach Deutschland zurück und stellt sich. Heute lebt er als einziger Weißer mit seiner Freundin in einer großen Siedlung in Gambia.