U. Mahler, W. Mahler & L. Schirmer · Ausstellung in Berlin

Die Akademie der Künste am Hanseatenweg zeigt mit der Ausstellung „Ein Dorf 1950–2022“ ein Langzeitprojekt der drei Fotograf:innen. Das Projekt befasst sich mit dem thüringischen Dorf Berka und weist doch weit über dessen Grenzen hinaus. In den 1950er Jahren war Ludwig Schirmer, der Vater von Ute Mahler, Müllermeister in Berka. Als Autodidakt begann er, den Alltag, die Feste und sein Leben zu dokumentieren. Ohne die Bilder seines Schwiegervaters zu kennen, entschloss sich Utes Mann Werner Mahler 1977, seine Diplomarbeit in Berka zu fotografieren. Gut 20 Jahre später, 1998, bat ihn das „Stern“-Magazin um eine Aktualisierung, die jedoch nie veröffentlicht wurde. 2021/22 fotografierte Ute Mahler in Berka. Als familiäre Nachfolge entstand eine persönliche Arbeit über ein Heimatdorf.

Alle vier Arbeiten mit über 120 Fotografien stellen Fragen nach Kontinuitäten und Veränderungen, nach Heimat, Kindheit, nach Wegziehen und Zurückkommen, Alt und Neu, Bekanntem und Unbekanntem.

Die Ausstellung wurde von Marit Lena Herrmann kuratiert, sie wird im Rahmen des EMOP Berlin präsentiert und zeitgleich mit dessen Hauptausstellung „was zwischen uns steht“ und den Opening Days in der AdK eröffnet. Zur Ausstellung findet ein umfangreiches Begleit- und Vermittlungsprogramm statt, weitere Informationen sind der Webseite der AdK zu entnehmen. Der gleichnamige Katalog ist im Verlag Hartmann Books erschienen und wurde 2024 mit dem Deutschen Fotobuchpreis Gold ausgezeichnet.

Eröffnung: 27.2.25, 19 Uhr

Artist Talk im Rahmen der „EMOP Opening Days“: mit Ute Mahler, Werner Mahler und Marit Lena Herrmann, Moderation durch Johanna Keller, 28.2., 16 Uhr

Kuratorinnenführung: mit Marit Lena Herrmann, 2.3.25, 14 Uhr
Laufzeit: 28.2. bis 4.5.25


Johanna-Maria Fritz · Einzelausstellung in Berlin

Ebenfalls im Rahmen des EMOP Berlin zeigt der Freundeskreis Willy-Brandt-Haus Johanna-Maria Fritz‘ Einzelausstellung „Zeit der Umbrüche. Fotografien 2014 – 2024“. Ihre Motive findet sie in Konflikt- und Kriegsgebieten, in zerfallenden Staaten, bei verfolgten Minderheiten, an den Rändern der Gesellschaft. Diese Ausstellung wirft einen Blick auf das bereits beachtliche Werk der erst 30jährigen Fotografin, deren Bilder in internationalen Medien erscheinen.

Johanna-Maria Fritz arbeitet oft parallel und mit Unterbrechungen an verschiedenen Themen und kehrt immer wieder an Orte und zu Menschen zurück. Meist bleibt sie länger, lebt mit den Menschen, die sie fotografiert, und entwickelt aus ihren Arbeiten neue Ansätze, die sie dann weiterverfolgt. Die Ausstellung wurde von Barbara Stauss konzipiert.

Laufzeit: 28.2.bis 25.5.25
Vernissage: 27.2.25, 18 Uhr

Weitere Informationen: https://www.fkwbh.de/


Linn Schröder & Anne Schönharting · Ausstellung in Berlin

Im Rahmen des EMOP Berlin – European Month of Photography 2025 präsentieren die Fotografinnen Linn Schröder und Anne Schönharting ihr gemeinsames Projekt „Holy Woods“ im Haus#1 am Waterloo Ufer in Kreuzberg.

Die Idee zu dieser Arbeit entstand aus dem tiefen Bedürfnis nach Bewusstseinserweiterung und der Sehnsucht nach einem ‚neuen Sehen‘: „Inmitten einer Zeit, die von gewaltvollen Konflikten, gesellschaftspolitischen Spannungen und der zunehmenden Zerstörung unserer natürlichen Lebensräume geprägt ist, verbringen wir bewusst Zeit im Wald, gehen in Resonanz zu uns selbst, zueinander und zur Natur. Es ist ein Experiment, eine Forschungsreise mit Expeditionscharakter, mit dem Wunsch, die nicht sichtbare Empfindung in Bilder zu übersetzen“, so die beiden Fotografinnen über ihr Projekt.

Vernissage: 27.2.25, 18-22 Uhr
Artist Talk: 1.3.25, 16 Uhr
Finissage: 2.3.25, 12-20 Uhr
Laufzeit: 28.2. bis 2.3.25


A. Hauschild & W. Mahler · Gruppenausstellung in Paris

Die Gruppenausstellung „Joie Collective – Une Iconographie“ im Palais de Tokyo in Paris zeigt Arbeiten, die sich mit dem Thema der kollektiven Freude auseinandersetzen. Das ikonographische Projekt versammelt zahlreiche Dokumente, die im Gebäude des Palais de Tokyo verteilt präsentiert und zueinander in Beziehung gesetzt werden, darunter Gemälde, Archivbilder, Postkarten, Fotografien sowie Internetrecherchen und Plakate.

Von Annette Hauschild und Werner Mahler wurde jeweils ein Werk für diese Ausstellung ausgewählt, die bei Anlässen der kollektiven Freude in Berlin entstanden sind. So dokumentierte Werner Mahler die Freude der Menschen am Tag des Mauerfalls, den 9. November 1989. Annette Hauschild fotografierte wenige Monate später die miteinander feiernden Massen bei der Loveparade 1990 im wiedervereinten Berlin.

Laufzeit: 21.2. bis 11.5.25

Weitere Informationen: https://palaisdetokyo.com/


Sebastian Wells & Solomiya · Magazinvorstellung und Festival

Sebastian Wells ist Mit-Herausgeber des Solomiya Magazins. Bisher sind drei Ausgaben des Magazins erschienen, die vierte ist aktuell in Vorbereitung und wird Anfang Februar, anlässlich des vom Team des Solomiya Magazine kuratierten Festivals „Solomiya Studio“ im KVOST (Kunstverein Ost) vorgestellt.

Das Thema des Festivals dreht sich um verschiedene Formen von Gewalt. Ausgehend von kolonialer Gewalt, Ökozid, der Fragilität von Friedensabkommen und dem Aufstieg rechtsextremer Parteien in Deutschland werden Machtverhältnisse und ihr Missbrauch in den Mittelpunkt gerückt.

Gegründet wurde das Solomiya Magazine im April 2022 als Reaktion auf die russische Invasion in der Ukraine. Von bildender Kunst bis hin zu persönlichen Geschichten zeigt das Magazin die Arbeit aufstrebender und etablierter Künstler:innen aus der Ukraine und darüber hinaus.

Laufzeit: 5. bis 19.2.25, täglich von 14-19 Uhr
Weitere Informationen: https://www.solomiyastudio.com/

(Foto: Katia Motyleva; Design: Kollektiv Scrollan)


OSTKREUZ · Gruppenausstellung in Berlin

Wir freuen uns sehr, die jahrelange, enge Zusammenarbeit zwischen uns und C/O Berlin mit einer gemeinsamen Ausstellung zu würdigen:
C/O Berlin präsentiert im Amerika Haus unsere Ausstellung „Träum Weiter – Berlin, die 90er“. Diese wurde gemeinsam von Annette Hauschild (OSTKREUZ) und Boaz Levin (C/O Berlin) kuratiert und zeigt Arbeiten von neun unserer Fotograf:innen: Sibylle Bergemann, Annette Hauschild, Harald Hauswald, Ute Mahler, Werner Mahler, Thomas Meyer, Jordis Antonia Schlösser, Anne Schönharting und Maurice Weiss. 

35 Jahre nach Gründung der Agentur und im Jubiläumsjahr des Mauerfalls präsentiert „Träum weiter“ rund 200 ausgewählte Arbeiten. Neben einigen Klassikern werden viele, noch unveröffentlichte Bilder aus dem Archiv der Fotograf:innen zu sehen sein. Diese bekommen mit dem Blick von heute eine neue Relevanz und dienen als Material für ein Stimmungsbild dieser prägenden Dekade, den 90er Jahren. Sie spiegeln eine Stadt im Wandel mit all ihren Ambivalenzen wider – beginnend mit dem Mauerfall über den Tanz in den Ruinen der aufblühenden Technoszene bis hin zu den sozialen und wirtschaftlichen Veränderungen - und schließlich der Hauptstadtwerdung. Mit genauem Blick beobachten die OSTKREUZ-Fotograf:innen als Chronist:innen ihrer Zeit die gesellschaftlichen Veränderungen und die Herausforderungen des Zusammenwachsens, die sich in ihrer Stadt vollziehen.

Begleitend zur Ausstellung erscheint eine gleichnamige Publikation bei Spector Books, Leipzig, zu einem Preis von 38 Euro. 
Über die Laufzeit sind verschiedene Veranstaltungen, Führungs- und Vermittlungsformate geplant, die über die Webseite von C/O Berlin angekündigt werden.

Eröffnung: 13.9.24, 20 Uhr

Artist Tour mit den Kurator:innen und Künstler:innen: 14.9.24, 18 Uhr

Laufzeit: 14.9.24 bis 23.1.25

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3 Fotografen · Gruppenausstellung in Köpenick

Zum Start der Bundesliga-Saison 2024/25 zeigen wir in Kooperation mit dem Wirtschaftsrat 1. FC Union e.V. die Ausstellung „Vom Waldweg in die Republik“ mit Fotografien von Harald Hauswald, Werner Mahler und Sebastian Wells. Diese werden in und am Stadion der Alten Försterei in Köpenick – entlang des Waldwegs sowie in der Galeria BallEtage ­– zu sehen sein.

Die drei OSTKREUZ-Fotografen haben sich zu verschiedenen Zeiten dem 1. FC Union gewidmet und den Verein bei Heimspielen und Auswärtsfahrten begleitet. Harald Hauswalds und Werner Mahlers Schwarzweißfotografien entstanden zu DDR- und Nach-Wendezeiten, als Bundesligafußball noch eine Utopie war. Sebastian Wells zeigt in seinen Farbaufnahmen, wie der 1. FC Union in die Bundesliga aufgestiegen ist und sich später für die Champions League qualifizierte, so dass schließlich aus der Utopie Realität wurde.

Die Ausstellung am Waldweg ist öffentlich zugänglich. Für Besuche und Führungen in der Galeria BallEtage ist eine Voranmeldung online erforderlich. 

Laufzeit: 29.8.24 bis 17.5.25

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Sebastian Wells · Einzelausstellung in Berlin

Noch bis Ende August zeigt das Institut français Berlin zeitgleich zu den Olympischen Spielen in Paris in den institutseigenen Schaufenstern an der Ecke Uhlandstrasse / Kurfürstendamm Sebastian Wells‘ Einzelausstellung „Double Jeux“. 

In dieser präsentiert Wells ausgewählte Aufnahmen von den vergangenen vier Olympischen Spielen in Rio de Janeiro (2016), Pyeongchang (2018), Tokio (2021) und Peking (2022) sowie eine fotografische Installation mit aktuellen Bildern der Olympischen Spiele aus Paris. Die Installation wird während der Laufzeit der Ausstellung regelmäßig von Sebastian Wells durch neue Bilder erweitert und ist für die Besucher:innen täglich und ohne Einschränkung zugänglich. 

Laufzeit: noch bis 31.8.24

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4 Fotograf:innen · Gruppenausstellung in Rostock

Die Kunsthalle Rostock zeigt aktuell die Gruppenausstellung „Der große Schwof. Feste feiern im Osten“. In dieser sind unsere Co-Gründer:innen Sibylle Bergemann, Harald Hauswald, Ute Mahler und Werner Mahler mit verschiedenen Serien vertreten.

Die von Petra Göllnitz kuratierte Ausstellung zeigt in mehr als 300 Fotografien von insgesamt 31 Künstler:innen ein überraschendes Stück Alltagskultur der DDR: Vom Feiern, Tanzen und Trinken. Die Menschen trafen sich spontan und mehr oder weniger organisiert, in privaten oder inoffiziellen geselligen, oft eigens dafür geschaffenen Nischen zum „Schwof“. Jenseits der Zwänge des Alltags und verordneter Ideologie entzog sich dieses „andere“ Leben weitgehend offizieller Kontrolle und eröffnete wohltuende Freiräume. 

Laufzeit: noch bis 8.9.24

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Ina Schoenenburg · Gruppenausstellung in Dresden

Ina Schoenenburg ist eine der 16 ausstellenden Finalist:innen des internationalen Portraits – Hellerau Photography Award 2024. Schoenenburg zeigt in der diesjährigen Jahresausstellung zum Thema „Singularity“ in den Technischen Sammlungen Dresden ihr für den Award eingereichtes Langzeitprojekt „Blickwechsel“ mit aktuellen Bildern. 

Seit 2011 fotografiert Ina Schoenenburg für dieses sehr persönliche Vorhaben ihre Eltern, ihre Tochter und sich selbst. Ihre Bilder erzählen vom Erwachsenwerden und vom Erwachsensein, von Nähe und Distanz in einer Familie, von Sehnsüchten, vergrabenen Ängsten, unausgesprochenen Spannungen und natürlich von der sehr besonderen Art von Liebe, die Eltern für ihre Kinder hegen - und umgekehrt.

Die diesjährigen Gewinner:innen des Awards werden auf der Vernissage bekanntgegeben.

Eröffnung: 29.8.24

Laufzeit: 30.8. bis 13.10.24

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Sibylle Bergemann · Gruppenausstellung in Monschau

Neben Arbeiten von Eve Arnold, Robert Capa, Gerti Deutsch, Lotte Jacobi, Barbara Klemm, Hermann Landshoff, Cristina de Middel, Inge Morath, Martin Munkacsi, Ruth Orkin, Martin Parr, Max Scheler, Jerome Sessini, Hugo Thomassen, Alex Webb, Donata Wenders, Isabelle Wenzel und Yva werden einige Modeaufnahmen von Sibylle Bergemann in diesem Sommer in der Ausstellung „SIE MUSS NICHT IMMER SCHILLERND SEIN. Modefotografie“ im Fotografie Forum der Städteregion Aachen in Monschau zu sehen sein.

In einem spannungsvollen Miteinander treten die Aufnahmen in der Ausstellung in einen Dialog, der zeigt, welche Grenzen die Modefotografie in fast hundert Jahren ausgetestet hat. Schlaglichtartig geben die fotografischen Positionen darüber hinaus Aufschluss über die Wechselwirkung zwischen Mode, gesellschaftlichen Veränderungen und historischen Ereignissen.

Eröffnung: 23.6.24, 12:00 Uhr im Bürgersaal, Austr. 7 in Monschau

Laufzeit: 24.6. bis 15.9.24

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Sebastian Wells · Einzelausstellung in Berlin

Anlässlich der diesjährigen Olympischen Spiele in Paris zeigt das Institut français Berlin mit „Double Jeux“ zwei Ausstellungen, darunter eine Einzelausstellung von Sebastian Wells mit Fotografien der vergangenen vier Olympischen Spiele in Rio de Janeiro (2016), Pyeongchang (2018), Tokio (2021) und Peking (2022). Diese werden in den institutseigenen Schaufenstern, „Les Vitrines“, die als gesonderter Ausstellungsraum an der Ecke Ku’damm / Uhlandstraße genutzt werden, präsentiert. Ergänzt wird die Ausstellung durch eine fotografische Installation mit aktuellen Bildern der Olympischen Spiele von Sebastian Wells aus Paris, die während der Laufzeit der Ausstellung regelmäßig erweitert wird.

Parallel zu dieser Ausstellung werden in der Galerie Alice Guy im Institut Fotografien von fünf jungen, französischen Fotografinnen von Analog Sport zu sehen sein. „Analog Sport“ ist der erste Verein für Bildung und Integration durch Film, Fotografie und Sport in Frankreich, der es jungen, benachteiligten Menschen ermöglicht, Akkreditierungen für Sportveranstaltungen zu erhalten und diese mit (Film-)Kameras zu dokumentieren.

Eröffnung: 26.6.24, 19 Uhr in Anwesenheit aller beteiligten Fotograf:innen

Portfolio-Review: 27.6.24, 14-18 Uhr mit den beteiligten Fotograf:innen

Führung: 28.6.24, 16 Uhr mit den beteiligten Fotograf:innen

Laufzeit: 27.6. bis 31.8.24

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Johanna-Maria Fritz · Gruppenausstellung in Berlin

Der Freundeskreis des Willy-Brandt-Hauses Berlin präsentiert mit der World Press Award-Ausstellung die Arbeiten der in diesem Jahr ausgezeichneten  Fotojournalist:innen und Dokumentarfotograf:innen, darunter Johanna-Maria Fritz. Sie wurde im Frühjahr für ihre Serie „Kakhovka Damm: Flood in a War Zone“ mit dem World Press Photo Award in der Kategorie „Stories“ als Preisträger:in für Europa ausgezeichnet. Die prämierten Arbeiten dokumentieren einige der drängendsten Probleme, mit denen die Welt heute konfrontiert ist - von verheerenden Konflikten und politischen Umbrüchen bis hin zur Klimakrise und Migration.

Johanna-Maria Fritz fotografierte im Auftrag der ZEIT die Auswirkungen der am 6. Juni 2023 erfolgten Explosionen des von Russland kontrollierten Kachowka-Damms im Südosten der Ukraine und deren Auswirkungen auf die Stadt Cherson und ihre Bewohner:innen. Der Dammbruch überschwemmte rund 17.50 Häuser sowohl am ukrainisch kontrollierten Westufer als auch am russisch kontrollierten Ostufer des Flusses und tötete internationalen Medienberichten zufolge Hunderte von Menschen.

Eröffnung: 13.6.24, 19 Uhr

Laufzeit: 14.6. bis 7.7.24

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Sebastian Wells · Einzelausstellung in Nyons, Schweiz

Die Galerie „Focale“ in Nyons zeigt Sebastian Wells‘ Arbeit „La Rada di Augusta“, die von 2019 bis 2020 in der Bucht von Augusta auf Sizilien entstanden ist. Dort verschmelzen zunehmend verwitterte Überreste des Turbokapitalismus mit denen einer mehr als zweitausend Jahre alten Zivilisation. An dem dreißig Kilometer langen Küstenstreifen im Südosten Siziliens stehen Ölraffinerien, die seit mehr als siebzig Jahren diese Landschaft und das Leben ihrer Bewohner prägen. Wasser, Luft und Boden sind verschmutzt. Die Krebs- und Fehlgeburtsraten sind alarmierend. Statt der zwanzigtausend Arbeitsplätze von einst auf dem Höhepunkt der Ölindustrie in den 1980er Jahren, gibt es heute nur noch rund siebentausend Beschäftigte. Korruption ist allgegenwärtig, ebenso das Misstrauen gegenüber Autoritätspersonen.

Indem Sebastian Wells‘ Arbeit „La Rada di Augusta“ die Auswirkungen des Nord-Süd-Gefälles und den Preis des schnellen Fortschritts auf die tägliche menschliche Realität untersucht, macht sie deutlich, dass die Beziehung zwischen Umwelt und Industrie nicht mehr nur eine Frage von Politikern, Ingenieuren und Pipelines ist.

Eröffnung: 13.6.24, 18 Uhr in Anwesenheit des Fotografen

Laufzeit: 14.6. bis 25.8.24

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Heinrich Völkel · Doppelausstellung in Dresden

Das Forum für zeitgenössische Fotografie Dresden e.V. zeigt die Ausstellung „ZUHAUSE vol. 5“, in der sich Arbeiten von Heinrich Völkel und Nanna Heitmann (Magnum Photos) gegenüberstehen. Beide Positionen wurden aus dem Konvolut des Vonovia Awards für Fotografie ausgewählt. Heinrich Völkel zeichnet mit seinen „Nachtstücken“ die Lebenswelten in dem Berliner Industrie- und Arbeiterviertel Wedding nach, während sich Nanna Heitmann mit der Schließung der letzten Kohlezeche in Deutschland auseinandersetzt.

Die Serie „Nachtstücke“ hat Heinrich Völkel mit einer analogen Großformatkamera aufgenommen, die technisch exakt und präzise selbst verborgene Details erkennt. Insbesondere des nachts strahlen die Weddinger Plätze Momente der Ruhe aus. Die Langzeitbelichtungen in strengem Schwarz-Weiß legen frei, was den Kiez in seiner baulichen Wirklichkeit ausmacht: eine Architektur des Wohnens und Arbeitens, Jugendstil neben Nachkriegsmoderne, Ensemble neben Solitär, viel Geschichte und auch ein wenig Zukunft.

Eröffnung: 5.6.24, 19 Uhr

Laufzeit: 6.6. bis 6.7.24

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Tamara Eckhardt · Gruppenausstellung in Bochum

Tamaras Eckhardts preisgekrönte Arbeit „The Children of Carrowbrowne“ ist Teil der Ausstellung „Glückliche Tage“, die im Rahmen der Situation Kunst im Museum unter Tage in Bochum gezeigt werden wird. In Anlehnung an Samuel Becketts gleichnamiges Theaterstück aus dem Jahr 1960 fragt die Ausstellung nach Formen des Glücks unter schwierigen Rahmenbedingungen. Gezeigt werden Arbeiten, die Erfahrungen des Glücks reflektieren bzw. über das Glück nachdenken und teilweise im Erfahrungskontext von Krieg oder Repression geschaffen wurden. Das Spektrum der 12 Positionen reicht von 1970 bis heute.
Tamara Eckhardt begleitete in ihrem Langzeitprojekt „The Children of Carrowbrowne“ Kinder aus der Traveller Community, Irlands größter Minderheit. Weitere in der Ausstellung vertretene namhafte Künstler:innen sind u.a. Nan Goldin, Yoko Ono, Rui Chafes, Ken Lum und Felix Gonzales-Torres. Kurator der Ausstellung ist Prof. Dr. Markus Heinzelmann, Ruhr-Universität Bochum.

Eröffnung: 15.5.24, 19 Uhr

Laufzeit: 16.5. bis 20.10.24

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Tamara Eckhardt · Gruppenausstellung in Biel, Schweiz

Im Rahmen der Bieler Fototage in der Schweiz wird Tamara Eckhardts Serie „Youth of the Island Field“ (2019–2021) im Photoforum Pasquart zu sehen sein. Über einen Zeitraum von drei Jahren ist Tamara Eckhardt mehrere Male nach St. Mary’s Park auf der King’s Island in der irischen Stadt Limerick gefahren. In diesem stark benachteiligten Stadtteil herrscht große soziale Unsicherheit –Arbeitslosigkeit und Drogenabhängigkeit sind weit verbreitet. Vor Ort hat sie Tag für Tag die Bewohner:innen der Sozialwohnungen fotografiert, die in den 1930er-Jahren für Familien gebaut wurden, die zuvor in übervölkerten Wohnungen von schlechter Qualität gelebt hatten.
Tamara Eckhardts Serie setzt den Fokus auf das Thema Kindheit und Erwachsenwerden fort. Sie befasst sich mit Kindern, die unter schwierigen Verhältnissen aufwachsen, mit Vorurteilen und einer gewissen Perspektivlosigkeit zu kämpfen haben. Die Serie ist ein visueller Erlebnisbericht, bei dem die Anpassungsfähigkeit und der Zeitvertreib der jungen BewohnerInnen des Stadtteils im Mittelpunkt stehen.

Eröffnung: 3.5.24, 18 Uhr

Laufzeit: 3. bis 26.5.24

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Espen Eichhöfer · Gruppenausstellung in Braunschweig

Espen Eichhöfer ist mit zwei in Norwegen entstandenen Fotoarbeiten mit autobiografischen Bezügen in der Jubiläumsausstellung „Dokumentarfotografie Förderpreise der Wüstenrot Stiftung revisited: Herkunft, Familienleben“ im Museum für Photographie Braunschweig vertreten. Er war einer der Preisträger:innen des Jahrgangs 04/2001. 
Seit drei Jahrzehnten stellt der Dokumentarfotografie Förderpreis der Wüstenrot Stiftung eine der wichtigsten Auszeichnungen für eine auf gesellschaftlich relevante Themen konzentrierte, konzeptuell-dokumentarische fotografische Praxis in Deutschland dar. In diesem Jahr werden vier ehemalige Preisträger:innen aus unterschiedlichen Jahrgängen mit ihren seit der Auszeichnung kontinuierlich weiterverfolgten Themen zu Aspekten der Herkunft und Familienleben in einer gemeinsamen Ausstellung vorgestellt. Neben Espen Eichhöfer sind Verena Jaekel, Birte Kaufmann und Maziar Morbid in der von Barbara Hofmann-Johnson kuratierten Ausstellung vertreten.

Eröffnung: 3.5.24, 19 Uhr

Laufzeit: 4.5. bis 30.6.24

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Stephanie Steinkopf & Paula Winkler · Ausstellung in Berlin

In der dreitägigen Ausstellung „Erschütterung“ werden 17 Positionen aus dem Kollegium des Lette Vereins im Projektraum des Kunstquartiers Bethanien präsentiert. Stephanie Steinkopf, seit 2021 Lehrkraft am Lette Verein Berlin, ist mit ihrer Serie „Virpi“ in der Ausstellung vertreten. Für diese begleitete Stephanie Steinkopf zwischen 2014 bis 2018 die gleichnamige Finnin Virpi mehrere Male über längere Zeiträume in ihrem Alltag auf einer kleinen Insel vor Helsinki in Finnland. In einem früheren Leben war Virpi einmal eine erfolgreiche Unternehmerin, die viele Jahre so viel arbeitete, dass sie ein Burn-out erlitt und in eine Depression fiel.

Außerdem wird eine Arbeit von Paula Winkler gezeigt, die in Kooperation mit Sibylle Fendt entstanden ist.

Eröffnung: 26.4.24, 19 bis 22 Uhr

Die Ausstellung ist am 27. und 28.4.24 von 14 bis 20 Uhr geöffnet.

Weitere Informationen hier.


OSTKREUZ · Gruppenausstellung in Zschopau, Sachsen

Die Ausstellung „Zwei Räder, eine Welt“ zeigt 25 Fotografien von 14 OSTKREUZ-Fotograf:innen, die das Motorrad als Bildmotiv im Fokus haben. Entstanden sind diese Aufnahmen in den letzten 40 Jahren in insgesamt 12 Ländern und auf 5 Kontinenten. 

Ausgehend von der Geschichte Zschopaus im Erzgebirge und seinem Renommee als „Motorradstadt“, hat OSTKREUZ diese Ausstellung für das städtische Museum auf Schloß Wildeck konzipiert und eine repräsentative Auswahl an Fotografien aus dem Bildarchiv der Agentur zusammengetragen. Sowohl Schwarzweiß- als auch Farbaufnahmen von Sibylle Bergemann, Jörg Brüggemann, Emile Ducke, Espen Eichhöfer, Sibylle Fendt, Johanna-Maria Fritz, Harald Hauswald, Tobias Kruse, Ute Mahler, Dawin Meckel, Jordis Antonia Schlösser, Ina Schoenenburg, Maurice Weiss und Sebastian Wells sind in der Ausstellung vertreten.

Eröffnung: 25.4.24

Laufzeit: 1.5. bis 31.12.24

Weitere Informationen hier.



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