Sebastian Wells

Sebastian Wells

Profil

Sebastian Wells
* 1996 – based in Berlin

Sebastian Wells war gerade 15 Jahre alt, als eine Reihe von Verletzungen den leidenschaftlichen Läufer daran hinderten, weiter ambitioniert Sport zu machen. Daraufhin eiferte er nicht mehr großen Leichtathleten nach, sondern denjenigen, die sie in Szene setzten und fing kurzerhand an, als Sportfotograf zu arbeiten. Nur fünf Jahre später, inzwischen als Fotografiestudent an der Ostkreuzschule, schoss er bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro ein Foto von Usain Bolt, dass daraufhin vom Deutschen Sportjournalistenverband zum Sportfoto des Jahres gekürt wurde. Was ihn jedoch eigentlich interessierte, war nicht der Sprintstar selbst, sondern der Raum, der ihn umgibt. Die Inszenierung großer (Sport-)bühnen abseits des Nachrichtengeschehens mit einem distanzierten Blick auf das Massenspektakel prägen seine Bilder der Olympischen Spiele. Sie sind erzählerisch, ohne zu viel zu verraten. Auf jener Sensibilität für Räume und Personenkonstellationen beruhen auch die Arbeiten über den Brexit in der Kleinstadt Wigan, Wettkämpfe militärischer Spezialeinheiten in Jordanien, einen Terroranschlag oder ganz alltägliche Geschehnisse. Für sein jüngstes Projekt "Utopia" reiste er im Rahmen der Abschlussarbeit an der Ostkreuzschule in sieben Länder Europas, Afrikas und des Nahen Ostens in 24 Flüchtlingslager: Provisorien als Folge globaler Entwicklungspolitik, die zum ständigen Alltag wurden.

 

Seit 2019 Mitglied der Agentur Ostkreuz, wurde Sebastian Wells 1996 in Königs Wusterhausen geboren, lebt in Berlin und ist fast überall zu Hause. Seine Bilder entstehen frei und im Auftrag und sind regelmäßig in Ausstellungen oder Zeitungen und Magazinen wie Stern, Süddeutsche Zeitung, 11Freunde oder Neue Züricher Zeitung zu sehen.

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