Sibylle Bergemann · Gruppenausstellung in Monschau

Neben Arbeiten von Eve Arnold, Robert Capa, Gerti Deutsch, Lotte Jacobi, Barbara Klemm, Hermann Landshoff, Cristina de Middel, Inge Morath, Martin Munkacsi, Ruth Orkin, Martin Parr, Max Scheler, Jerome Sessini, Hugo Thomassen, Alex Webb, Donata Wenders, Isabelle Wenzel und Yva werden einige Modeaufnahmen von Sibylle Bergemann in diesem Sommer in der Ausstellung „SIE MUSS NICHT IMMER SCHILLERND SEIN. Modefotografie“ im Fotografie Forum der Städteregion Aachen in Monschau zu sehen sein.

In einem spannungsvollen Miteinander treten die Aufnahmen in der Ausstellung in einen Dialog, der zeigt, welche Grenzen die Modefotografie in fast hundert Jahren ausgetestet hat. Schlaglichtartig geben die fotografischen Positionen darüber hinaus Aufschluss über die Wechselwirkung zwischen Mode, gesellschaftlichen Veränderungen und historischen Ereignissen.

Eröffnung: 23.6.24, 12:00 Uhr im Bürgersaal, Austr. 7 in Monschau

Laufzeit: 24.6. bis 15.9.24

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Sebastian Wells · Einzelausstellung in Berlin

Anlässlich der diesjährigen Olympischen Spiele in Paris zeigt das Institut français Berlin mit „Double Jeux“ zwei Ausstellungen, darunter eine Einzelausstellung von Sebastian Wells mit Fotografien der vergangenen vier Olympischen Spiele in Rio de Janeiro (2016), Pyeongchang (2018), Tokio (2021) und Peking (2022). Diese werden in den institutseigenen Schaufenstern, „Les Vitrines“, die als gesonderter Ausstellungsraum an der Ecke Ku’damm / Uhlandstraße genutzt werden, präsentiert. Ergänzt wird die Ausstellung durch eine fotografische Installation mit aktuellen Bildern der Olympischen Spiele von Sebastian Wells aus Paris, die während der Laufzeit der Ausstellung regelmäßig erweitert wird.

Parallel zu dieser Ausstellung werden in der Galerie Alice Guy im Institut Fotografien von fünf jungen, französischen Fotografinnen von Analog Sport zu sehen sein. „Analog Sport“ ist der erste Verein für Bildung und Integration durch Film, Fotografie und Sport in Frankreich, der es jungen, benachteiligten Menschen ermöglicht, Akkreditierungen für Sportveranstaltungen zu erhalten und diese mit (Film-)Kameras zu dokumentieren.

Eröffnung: 26.6.24, 19 Uhr in Anwesenheit aller beteiligten Fotograf:innen

Portfolio-Review: 27.6.24, 14-18 Uhr mit den beteiligten Fotograf:innen

Führung: 28.6.24, 16 Uhr mit den beteiligten Fotograf:innen

Laufzeit: 27.6. bis 31.8.24

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Johanna-Maria Fritz · Gruppenausstellung in Berlin

Der Freundeskreis des Willy-Brandt-Hauses Berlin präsentiert mit der World Press Award-Ausstellung die Arbeiten der in diesem Jahr ausgezeichneten  Fotojournalist:innen und Dokumentarfotograf:innen, darunter Johanna-Maria Fritz. Sie wurde im Frühjahr für ihre Serie „Kakhovka Damm: Flood in a War Zone“ mit dem World Press Photo Award in der Kategorie „Stories“ als Preisträger:in für Europa ausgezeichnet. Die prämierten Arbeiten dokumentieren einige der drängendsten Probleme, mit denen die Welt heute konfrontiert ist - von verheerenden Konflikten und politischen Umbrüchen bis hin zur Klimakrise und Migration.

Johanna-Maria Fritz fotografierte im Auftrag der ZEIT die Auswirkungen der am 6. Juni 2023 erfolgten Explosionen des von Russland kontrollierten Kachowka-Damms im Südosten der Ukraine und deren Auswirkungen auf die Stadt Cherson und ihre Bewohner:innen. Der Dammbruch überschwemmte rund 17.50 Häuser sowohl am ukrainisch kontrollierten Westufer als auch am russisch kontrollierten Ostufer des Flusses und tötete internationalen Medienberichten zufolge Hunderte von Menschen.

Eröffnung: 13.6.24, 19 Uhr

Laufzeit: 14.6. bis 7.7.24

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Sebastian Wells · Einzelausstellung in Nyons, Schweiz

Die Galerie „Focale“ in Nyons zeigt Sebastian Wells‘ Arbeit „La Rada di Augusta“, die von 2019 bis 2020 in der Bucht von Augusta auf Sizilien entstanden ist. Dort verschmelzen zunehmend verwitterte Überreste des Turbokapitalismus mit denen einer mehr als zweitausend Jahre alten Zivilisation. An dem dreißig Kilometer langen Küstenstreifen im Südosten Siziliens stehen Ölraffinerien, die seit mehr als siebzig Jahren diese Landschaft und das Leben ihrer Bewohner prägen. Wasser, Luft und Boden sind verschmutzt. Die Krebs- und Fehlgeburtsraten sind alarmierend. Statt der zwanzigtausend Arbeitsplätze von einst auf dem Höhepunkt der Ölindustrie in den 1980er Jahren, gibt es heute nur noch rund siebentausend Beschäftigte. Korruption ist allgegenwärtig, ebenso das Misstrauen gegenüber Autoritätspersonen.

Indem Sebastian Wells‘ Arbeit „La Rada di Augusta“ die Auswirkungen des Nord-Süd-Gefälles und den Preis des schnellen Fortschritts auf die tägliche menschliche Realität untersucht, macht sie deutlich, dass die Beziehung zwischen Umwelt und Industrie nicht mehr nur eine Frage von Politikern, Ingenieuren und Pipelines ist.

Eröffnung: 13.6.24, 18 Uhr in Anwesenheit des Fotografen

Laufzeit: 14.6. bis 25.8.24

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Heinrich Völkel · Doppelausstellung in Dresden

Das Forum für zeitgenössische Fotografie Dresden e.V. zeigt die Ausstellung „ZUHAUSE vol. 5“, in der sich Arbeiten von Heinrich Völkel und Nanna Heitmann (Magnum Photos) gegenüberstehen. Beide Positionen wurden aus dem Konvolut des Vonovia Awards für Fotografie ausgewählt. Heinrich Völkel zeichnet mit seinen „Nachtstücken“ die Lebenswelten in dem Berliner Industrie- und Arbeiterviertel Wedding nach, während sich Nanna Heitmann mit der Schließung der letzten Kohlezeche in Deutschland auseinandersetzt.

Die Serie „Nachtstücke“ hat Heinrich Völkel mit einer analogen Großformatkamera aufgenommen, die technisch exakt und präzise selbst verborgene Details erkennt. Insbesondere des nachts strahlen die Weddinger Plätze Momente der Ruhe aus. Die Langzeitbelichtungen in strengem Schwarz-Weiß legen frei, was den Kiez in seiner baulichen Wirklichkeit ausmacht: eine Architektur des Wohnens und Arbeitens, Jugendstil neben Nachkriegsmoderne, Ensemble neben Solitär, viel Geschichte und auch ein wenig Zukunft.

Eröffnung: 5.6.24, 19 Uhr

Laufzeit: 6.6. bis 6.7.24

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Tamara Eckhardt · Gruppenausstellung in Bochum

Tamaras Eckhardts preisgekrönte Arbeit „The Children of Carrowbrowne“ ist Teil der Ausstellung „Glückliche Tage“, die im Rahmen der Situation Kunst im Museum unter Tage in Bochum gezeigt werden wird. In Anlehnung an Samuel Becketts gleichnamiges Theaterstück aus dem Jahr 1960 fragt die Ausstellung nach Formen des Glücks unter schwierigen Rahmenbedingungen. Gezeigt werden Arbeiten, die Erfahrungen des Glücks reflektieren bzw. über das Glück nachdenken und teilweise im Erfahrungskontext von Krieg oder Repression geschaffen wurden. Das Spektrum der 12 Positionen reicht von 1970 bis heute.
Tamara Eckhardt begleitete in ihrem Langzeitprojekt „The Children of Carrowbrowne“ Kinder aus der Traveller Community, Irlands größter Minderheit. Weitere in der Ausstellung vertretene namhafte Künstler:innen sind u.a. Nan Goldin, Yoko Ono, Rui Chafes, Ken Lum und Felix Gonzales-Torres. Kurator der Ausstellung ist Prof. Dr. Markus Heinzelmann, Ruhr-Universität Bochum.

Eröffnung: 15.5.24, 19 Uhr

Laufzeit: 16.5. bis 20.10.24

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Tamara Eckhardt · Gruppenausstellung in Biel, Schweiz

Im Rahmen der Bieler Fototage in der Schweiz wird Tamara Eckhardts Serie „Youth of the Island Field“ (2019–2021) im Photoforum Pasquart zu sehen sein. Über einen Zeitraum von drei Jahren ist Tamara Eckhardt mehrere Male nach St. Mary’s Park auf der King’s Island in der irischen Stadt Limerick gefahren. In diesem stark benachteiligten Stadtteil herrscht große soziale Unsicherheit –Arbeitslosigkeit und Drogenabhängigkeit sind weit verbreitet. Vor Ort hat sie Tag für Tag die Bewohner:innen der Sozialwohnungen fotografiert, die in den 1930er-Jahren für Familien gebaut wurden, die zuvor in übervölkerten Wohnungen von schlechter Qualität gelebt hatten.
Tamara Eckhardts Serie setzt den Fokus auf das Thema Kindheit und Erwachsenwerden fort. Sie befasst sich mit Kindern, die unter schwierigen Verhältnissen aufwachsen, mit Vorurteilen und einer gewissen Perspektivlosigkeit zu kämpfen haben. Die Serie ist ein visueller Erlebnisbericht, bei dem die Anpassungsfähigkeit und der Zeitvertreib der jungen BewohnerInnen des Stadtteils im Mittelpunkt stehen.

Eröffnung: 3.5.24, 18 Uhr

Laufzeit: 3. bis 26.5.24

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Espen Eichhöfer · Gruppenausstellung in Braunschweig

Espen Eichhöfer ist mit zwei in Norwegen entstandenen Fotoarbeiten mit autobiografischen Bezügen in der Jubiläumsausstellung „Dokumentarfotografie Förderpreise der Wüstenrot Stiftung revisited: Herkunft, Familienleben“ im Museum für Photographie Braunschweig vertreten. Er war einer der Preisträger:innen des Jahrgangs 04/2001. 
Seit drei Jahrzehnten stellt der Dokumentarfotografie Förderpreis der Wüstenrot Stiftung eine der wichtigsten Auszeichnungen für eine auf gesellschaftlich relevante Themen konzentrierte, konzeptuell-dokumentarische fotografische Praxis in Deutschland dar. In diesem Jahr werden vier ehemalige Preisträger:innen aus unterschiedlichen Jahrgängen mit ihren seit der Auszeichnung kontinuierlich weiterverfolgten Themen zu Aspekten der Herkunft und Familienleben in einer gemeinsamen Ausstellung vorgestellt. Neben Espen Eichhöfer sind Verena Jaekel, Birte Kaufmann und Maziar Morbid in der von Barbara Hofmann-Johnson kuratierten Ausstellung vertreten.

Eröffnung: 3.5.24, 19 Uhr

Laufzeit: 4.5. bis 30.6.24

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Stephanie Steinkopf & Paula Winkler · Ausstellung in Berlin

In der dreitägigen Ausstellung „Erschütterung“ werden 17 Positionen aus dem Kollegium des Lette Vereins im Projektraum des Kunstquartiers Bethanien präsentiert. Stephanie Steinkopf, seit 2021 Lehrkraft am Lette Verein Berlin, ist mit ihrer Serie „Virpi“ in der Ausstellung vertreten. Für diese begleitete Stephanie Steinkopf zwischen 2014 bis 2018 die gleichnamige Finnin Virpi mehrere Male über längere Zeiträume in ihrem Alltag auf einer kleinen Insel vor Helsinki in Finnland. In einem früheren Leben war Virpi einmal eine erfolgreiche Unternehmerin, die viele Jahre so viel arbeitete, dass sie ein Burn-out erlitt und in eine Depression fiel.

Außerdem wird eine Arbeit von Paula Winkler gezeigt, die in Kooperation mit Sibylle Fendt entstanden ist.

Eröffnung: 26.4.24, 19 bis 22 Uhr

Die Ausstellung ist am 27. und 28.4.24 von 14 bis 20 Uhr geöffnet.

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OSTKREUZ · Gruppenausstellung in Zschopau, Sachsen

Die Ausstellung „Zwei Räder, eine Welt“ zeigt 25 Fotografien von 14 OSTKREUZ-Fotograf:innen, die das Motorrad als Bildmotiv im Fokus haben. Entstanden sind diese Aufnahmen in den letzten 40 Jahren in insgesamt 12 Ländern und auf 5 Kontinenten. 

Ausgehend von der Geschichte Zschopaus im Erzgebirge und seinem Renommee als „Motorradstadt“, hat OSTKREUZ diese Ausstellung für das städtische Museum auf Schloß Wildeck konzipiert und eine repräsentative Auswahl an Fotografien aus dem Bildarchiv der Agentur zusammengetragen. Sowohl Schwarzweiß- als auch Farbaufnahmen von Sibylle Bergemann, Jörg Brüggemann, Emile Ducke, Espen Eichhöfer, Sibylle Fendt, Johanna-Maria Fritz, Harald Hauswald, Tobias Kruse, Ute Mahler, Dawin Meckel, Jordis Antonia Schlösser, Ina Schoenenburg, Maurice Weiss und Sebastian Wells sind in der Ausstellung vertreten.

Eröffnung: 25.4.24

Laufzeit: 1.5. bis 31.12.24

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Linn Schröder · Ausstellung und Gespräch in Potsdam

Das Einstein Forum in Potsdam zeigt Linn Schröders Serie „Ich denke auch Familienbilder“. In dieser nähert sie sich dem Thema „Kindheit“, indem sie Erinnerungen aus dem eigenen Familiengedächtnis nachgeht und diese in Fotografien festhält. So reist Linn Schröder beispielsweise mit ihren Zwillingstöchtern nach Polen und folgt den durch Erzählungen überlieferten Spuren der Flucht ihrer Schwiegermutter im Zweiten Weltkrieg, die damals ein kleines Mädchen war. So entsteht eine Verbindung aus drei Generationen, der Großmutter, der Mutter und den Töchtern.

Die Ausstellung findet in Verbindung mit dem Workshop "Konjunktur der Kindheit. Streifzüge durch die deutschsprachige Gegenwartsliteratur" am 23. Mai im Einstein Forum, statt.
Am selben Abend wird ein Künstleringespräch zwischen Ingo Taubhorn, Kurator der Ausstellung „Family Affairs“, und Linn Schröder im Rahmen der Ausstellung geben.

Laufzeit: 25.4. bis 8.7.24

Künstleringespräch: 23.5.24, 19 Uhr

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Johanna-Maria Fritz · Auszeichnung in Fellbach

Gemeinsam mit dem Spiegel-Autor Christoph Reuter wurde Johanna-Maria Fritz außerdem für ihre Reportage „Die letzten Bestatter von Bachmut“ mit dem Hansel-Mieth-Preis ausgezeichnet. Erzählt wird die Geschichte von Angestellten des städtischen Bestattungsunternehmens, die in Bachmut ausharren und versuchen, die Toten der sterbenden Stadt zu bergen und zu bestatten.
Die Jury schreibt: „Ein Stück, das lange im Gedächtnis bleibt, eine echte Reportage-Teamleistung: Bilder und Texte spielen zusammen. Eine Geschichte, die im Kleinen das Beharrungsvermögen der Menschen von Bachmut erzählt, den alltäglichen Wahnsinn der Belagerung.“ Die Preisverleihung findet am 19.6. um 19 Uhr in Fellbach statt, die Festrednerin ist Anette Dowideit von Correctiv.

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Johanna-Maria Fritz · Ausstellung in Amsterdam

Wir freuen uns sehr, dass Johanna-Maria Fritz mit dem diesjährigen World Press Photo Award in der Kategorie „Stories“ als Preisträgerin für Europa ausgezeichnet wurde!

Im Auftrag für die ZEIT fotografierte sie die Auswirkungen der am 6. Juni 2023 erfolgten Explosionen des von Russland kontrollierten Kachowka-Damms im Südosten der Ukraine und deren Auswirkungen auf die Stadt Cherson und ihre Bewohner:innen. Der Dammbruch überschwemmte rund 17.500 Häuser sowohl am ukrainisch kontrollierten Westufer als auch am russisch kontrollierten Ostufer des Flusses und tötete internationalen Medienberichten zufolge Hunderte von Menschen. Die Ukraine untersuchte daraufhin die Zerstörung und begann, vor dem Internationalen Strafgerichtshof Anklage gegen Russland wegen Völkermords zu erheben. 

Johanna-Maria Fritz Serie „Kakhovka Dam: Flood in a War Zone“ umfasst 10 beeindruckende Aufnahmen, die zwischen dem 7. und 9. Juni 2023 entstanden sind. Diese werden im Rahmen der World Press Photo 2024 Exhibition in der De Nieuwe Kerk in Amsterdam zu sehen sein.

Laufzeit: 19.4. bis 14.7.24

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Ute Mahler, Werner Mahler und Ludwig Schirmer· Publikation

Die Kunsthalle Erfurt zeigt noch bis Ende Mai die Ausstellung « An seltsamen Tagen über Flüsse in die Städte und Dörfer bis ans Ende der Welt » von Ute Mahler, Werner Mahler und Ludwig Schirmer. Im Rahmen der Ausstellung wird am 19. April ein Artist Talk mit dem Fotograf:innenpaar stattfinden, das von Prof. Dr. Kai Uwe Schierz (Direktor Kunstmuseen Erfurt) und Susanne Knorr (Kuratorin Kunsthalle Erfurt) moderiert wird.

Begleitend zur Ausstellung haben die Mahlers das wunderbare Buch « Ein Dorf 1950–2022 » im Verlag Hartmann Books veröffentlicht, das Fotografien von Ute Mahler, Werner Mahler und Ludwig Schirmer vorstellt. Drei Fotograf:innen einer Familie, haben das Dorf Berka in Thüringen über die Dauer von mehr als 70 Jahren fotografisch begleitet. Dabei handelt es sich um ein ungewöhnliches, mehreren Zufällen geschuldetes Projekt, das viel erzählt über dieses Land, das Dorf, seine Menschen und wie sich die Dinge so entwickelt haben.

Das Buch « Ein Dorf » kann über den Verlag Hartmann Books für 68€ erworben werden. Neben 252 Abbildungen enthält es Texte von Jenny Erpenbeck, Anja Maier, Steffen Mau und Gary Van Zante. Es wurde von Florian Lamm, Leipzig, gestaltet.

Künstler:innengespräch: 19.4.24, 18:30 Uhr

Laufzeit Ausstellung: bis 26.5.24

Hier können Sie « Ein Dorf 1950–2022 » bei Hartmann Books bestellen.

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Ute Mahler und Werner Mahler · Ausstellung in Hamburg

Die Hamburger Werkstatt für Fotografie zeigt Ute Mahlers und Werner Mahlers Langzeitprojekt « Kleinstadt », das sie ab 2015 gemeinsam realisierten.
Für diese haben sich die Mahlers in einem kleinen Auto, mit einer großen Kamera und einem Vorrat an Schwarzweiß-Planfilmen durch Deutschland auf der Suche nach Bildern begeben, die die Atmosphäre, die Haltung und das Leben, also den Geist von Kleinstädten dokumentieren. Ihre prägnanten Aufnahmen frieren Zeit und Ort ein und fangen die Idee einer Kleinstadt in einem Kaleidoskop von Bildern ein. Über die Zukunft solcher Städte wird in den nächsten Jahren entschieden. Junge Menschen sind die Zukunft – wenn sie gehen, werden die Kleinstädte sterben.

Im Rahmen eines Künstler:innengesprächs wird Linn Schröder (OSTKREUZ-Fotografin und Professorin für Fotografie an der HAW Hamburg) mit den Mahlers über ihre fotografische Arbeit sprechen.

Eröffnung: 18.4.24, 18:30 Uhr

Künstler:innengespräch: 25.4.24, 19 Uhr

Laufzeit: 19.04. bis 27.6.24

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Sibylle Fendt · Gruppenausstellung und Gespräch in Berlin

Die Inselgalerie Berlin zeigt in der Ausstellung „KONSTANTE B mit SILBERBLICK“ Porträtfotografien von ostdeutschen Künstlerinnen von Sibylle Fendt. Ergänzend zu den Porträts der Künstlerinnen Tina Bara, Petra Flierl, Sabina Grzimek, Heidrun Hegewald, Sabine Herrmann, Carin Kreuzberg, Helga Paris, Barbara Raetsch und Erika Stürmer-Alex sind Werke aus dem Kunstarchiv Beskow sowie aktuelle Arbeiten dieser Künstlerinnen zu sehen. 
Die Porträts der Malerinnen, Grafikerinnen, Bildhauerinnen und Fotografinnen wurden von Sibylle Fendt in ihren Atelierräumen und der unmittelbaren Umgebung aufgenommen. 

In einer begleitenden Veranstaltung werden Sibylle Fendt und Angelika Weißbach über Kunst aus der DDR und zeitgenössische Positionen im Kunstarchiv Beeskow / Museum Utopie und Alltag sprechen. 

Künstlerinnengespräch: 13.2.24, 19 Uhr

Laufzeit: bis 16.3.24

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OSTKREUZ · Ukraine-Ausstellung mit Amnesty

OSTKREUZ hat gemeinsam mit Amnesty International und der ukrainischen Menschenrechtsaktivistin und Fotografin Oleksandra Bienert eine Fotoausstellung entwickelt, die Einblicke in den Alltag der Menschen in der von seit zwei Jahren vom Krieg gezeichneten Ukraine gibt und fragt: Wie sieht das Leben der Menschen in der Ukraine inmitten dieses andauernden russischen Angriffskriegs aus? Wie gestalten die Menschen trotz großer Gefahren ihren Alltag? Wie versuchen sie, Hoffnung und ein Stück Normalität zu bewahren?
Die OSTKREUZ-Fotograf:innen Emile Ducke, Johanna-Maria Fritz und Sebastian Wells, der gemeinsam mit dem ukrainischen Fotografen Vsevolod Kazarin arbeitet, waren unabhängig voneinander wiederholt in der Ukraine. Ergänzt werden ihre Bilder durch Fakten, die Amnesty International in den vergangenen Jahren vor Ort recherchiert hat, darunter schwerste Menschenrechtsverletzungen und Kriegsverbrechen.

Die Ausstellung wird im Foyer des Jacob-und-Wilhelm-Grimm-Zentrums der Universitätsbibliothek der Humboldt-Universität zu Berlin gezeigt und ist während der Öffnungszeiten frei zugänglich.

Eröffnung: 22.2.24, 17:30 bis 18:30 Uhr

Laufzeit: 23.2. bis 22.3.24

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Ute & Werner Mahler, Ludwig Schirmer · Ausstellung Erfurt

Ute Mahlers und Werner Mahlers Arbeiten überzeugen durch eine humanistische Sicht auf die Welt, sie sind dem Realismus verpflichtet und zugleich von starken subjektiven Momenten geprägt.
Die Kunsthalle Erfurt zeigt in der Ausstellung „An seltsamen Tagen über Flüsse in die Städte und Dörfer bis ans Ende der Welt“ eine Auswahl aus den seit 2008 gemeinsam realisierten Werkreihen der Mahlers, darunter auch die umfassende Arbeit mit dem Titel „An den Strömen“, für die sie seit 2019 fotografieren. 
„Ein Dorf“, eine vier Serien umfassende und über einen Zeitraum von 70 Jahren im thüringischen Berka entstandene Werkgruppe, bildet einen weiteren Schwerpunkt der Ausstellung. Ludwig Schirmer arbeitete in den 1950iger Jahren als Müller, in seiner freien Zeit fotografierte er sein Dorf Berka, die Menschen, die Feiern, den Alltag. Seine Bilder wurden erst 2001 in seinem Nachlass entdeckt. Werner Mahler machte in den 1970iger Jahren Berka zum Thema seiner Diplomarbeit. Zwanzig Jahre später bekam er vom Magazin Stern den Auftrag, eine Reportage über das Dorf zu machen. In Berka wurde Ute Mahler geboren, die Tochter von Ludwig Schirmer. Sie hat 2021/2022 den Ort ihrer Kindheit fotografiert. 

Eröffnung: 2.3.24, 18 Uhr

Laufzeit: 3.3. bis 26.5.24 

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Ute & Werner Mahler, Ludwig Schirmer · Buchpräsentation

Das fotografische Buch- und Ausstellungsprojekt „Ein Dorf“ veranschaulicht
Aspekte von Zeit und Wandel. Im Mittelpunkt steht das Dorf Berka in
Thüringen, das über 70 Jahre hinweg von zwei Generationen einer Familie fotografiert wurde: Ludwig Schirmer (1950-1960), Werner Mahler (1977/78 und 1998) und Ute Mahler (2021/22). Die Buchpräsentation gewährt auch einen Ausblick auf die für das Frühjahr 2025 geplante Ausstellung in der Akademie der Künste im Rahmen des Europäischen Monats der Fotografie (EMOP).

Das Buch „Ein Dorf“ erscheint im Verlag Hartmann Books mit Texten von Jenny Erpenbeck, Anja Maier, Steffen Mau und Gary Van Zante. Gestaltet wurde es von Lamm & Kirch, Berlin/Leipzig.

In Berlin wird die Publikation erstmalig in der Akademie der Künste am Pariser Platz mit einem Gespräch mit Ute Mahler, Jenny Erpenbeck und Steffen Mau vorgestellt, die Moderation erfolgt durch die Kuratorin Maren Lübbke-Tidow.

Buchpräsentation: 5.3.24, 19 Uhr

Eintritt: 6 €, erm. 4 €

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Ina Schoenenburg · Buchpräsentation in Berlin

Die Filmemacherinnen Sabine Michel und Dörte Grimm haben für ihr gemeinsames Buch „Es ist einmal. Ostdeutsche Großeltern und ihre Enkel im Gespräch“, mit der OSTKREUZ-Fotografin Ina Schoenenburg zusammengearbeitet. Gemeinsam stellen sie das Buch in der Veranstaltung „Literatur LIVE“ im Pfefferberg-Theater vor.

In vielen ostdeutschen Familien wird bis heute nicht unbefangen über das Leben in der DDR gesprochen. In diesen für dieses Buch entstandenen Gesprächen zwischen Großeltern und ihren nach 1982 geborenen Enkelkindern prallen nicht nur unterschiedlichste Prägungen und Wertesysteme aufeinander, sondern buchstäblich die Zukunft und die Vergangenheit. Die aufwühlenden Begegnungen zeigen exemplarisch, wie ein Dialog zwischen den Generationen in Bewegung kommen kann, und helfen zugleich, aktuelle politische Entwicklungen in Ostdeutschland anders und besser zu verstehen.

Buchpräsentation: 7.3.24, 10 Uhr

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