Linn Schröder · Ausstellung und Gespräch in Potsdam

Das Einstein Forum in Potsdam zeigt Linn Schröders Serie „Ich denke auch Familienbilder“. In dieser nähert sie sich dem Thema „Kindheit“, indem sie Erinnerungen aus dem eigenen Familiengedächtnis nachgeht und diese in Fotografien festhält. So reist Linn Schröder beispielsweise mit ihren Zwillingstöchtern nach Polen und folgt den durch Erzählungen überlieferten Spuren der Flucht ihrer Schwiegermutter im Zweiten Weltkrieg, die damals ein kleines Mädchen war. So entsteht eine Verbindung aus drei Generationen, der Großmutter, der Mutter und den Töchtern.

Die Ausstellung findet in Verbindung mit dem Workshop "Konjunktur der Kindheit. Streifzüge durch die deutschsprachige Gegenwartsliteratur" am 23. Mai im Einstein Forum, statt.
Am selben Abend wird ein Künstleringespräch zwischen Ingo Taubhorn, Kurator der Ausstellung „Family Affairs“, und Linn Schröder im Rahmen der Ausstellung geben.

Laufzeit: 25.4. bis 8.7.24

Künstleringespräch: 23.5.24, 19 Uhr

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Johanna-Maria Fritz · Auszeichnung in Fellbach

Gemeinsam mit dem Spiegel-Autor Christoph Reuter wurde Johanna-Maria Fritz außerdem für ihre Reportage „Die letzten Bestatter von Bachmut“ mit dem Hansel-Mieth-Preis ausgezeichnet. Erzählt wird die Geschichte von Angestellten des städtischen Bestattungsunternehmens, die in Bachmut ausharren und versuchen, die Toten der sterbenden Stadt zu bergen und zu bestatten.
Die Jury schreibt: „Ein Stück, das lange im Gedächtnis bleibt, eine echte Reportage-Teamleistung: Bilder und Texte spielen zusammen. Eine Geschichte, die im Kleinen das Beharrungsvermögen der Menschen von Bachmut erzählt, den alltäglichen Wahnsinn der Belagerung.“ Die Preisverleihung findet am 19.6. um 19 Uhr in Fellbach statt, die Festrednerin ist Anette Dowideit von Correctiv.

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Johanna-Maria Fritz · Ausstellung in Amsterdam

Wir freuen uns sehr, dass Johanna-Maria Fritz mit dem diesjährigen World Press Photo Award in der Kategorie „Stories“ als Preisträgerin für Europa ausgezeichnet wurde!

Im Auftrag für die ZEIT fotografierte sie die Auswirkungen der am 6. Juni 2023 erfolgten Explosionen des von Russland kontrollierten Kachowka-Damms im Südosten der Ukraine und deren Auswirkungen auf die Stadt Cherson und ihre Bewohner:innen. Der Dammbruch überschwemmte rund 17.500 Häuser sowohl am ukrainisch kontrollierten Westufer als auch am russisch kontrollierten Ostufer des Flusses und tötete internationalen Medienberichten zufolge Hunderte von Menschen. Die Ukraine untersuchte daraufhin die Zerstörung und begann, vor dem Internationalen Strafgerichtshof Anklage gegen Russland wegen Völkermords zu erheben. 

Johanna-Maria Fritz Serie „Kakhovka Dam: Flood in a War Zone“ umfasst 10 beeindruckende Aufnahmen, die zwischen dem 7. und 9. Juni 2023 entstanden sind. Diese werden im Rahmen der World Press Photo 2024 Exhibition in der De Nieuwe Kerk in Amsterdam zu sehen sein.

Laufzeit: 19.4. bis 14.7.24

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Ute Mahler, Werner Mahler und Ludwig Schirmer· Publikation

Die Kunsthalle Erfurt zeigt noch bis Ende Mai die Ausstellung « An seltsamen Tagen über Flüsse in die Städte und Dörfer bis ans Ende der Welt » von Ute Mahler, Werner Mahler und Ludwig Schirmer. Im Rahmen der Ausstellung wird am 19. April ein Artist Talk mit dem Fotograf:innenpaar stattfinden, das von Prof. Dr. Kai Uwe Schierz (Direktor Kunstmuseen Erfurt) und Susanne Knorr (Kuratorin Kunsthalle Erfurt) moderiert wird.

Begleitend zur Ausstellung haben die Mahlers das wunderbare Buch « Ein Dorf 1950–2022 » im Verlag Hartmann Books veröffentlicht, das Fotografien von Ute Mahler, Werner Mahler und Ludwig Schirmer vorstellt. Drei Fotograf:innen einer Familie, haben das Dorf Berka in Thüringen über die Dauer von mehr als 70 Jahren fotografisch begleitet. Dabei handelt es sich um ein ungewöhnliches, mehreren Zufällen geschuldetes Projekt, das viel erzählt über dieses Land, das Dorf, seine Menschen und wie sich die Dinge so entwickelt haben.

Das Buch « Ein Dorf » kann über den Verlag Hartmann Books für 68€ erworben werden. Neben 252 Abbildungen enthält es Texte von Jenny Erpenbeck, Anja Maier, Steffen Mau und Gary Van Zante. Es wurde von Florian Lamm, Leipzig, gestaltet.

Künstler:innengespräch: 19.4.24, 18:30 Uhr

Laufzeit Ausstellung: bis 26.5.24

Hier können Sie « Ein Dorf 1950–2022 » bei Hartmann Books bestellen.

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Ute Mahler und Werner Mahler · Ausstellung in Hamburg

Die Hamburger Werkstatt für Fotografie zeigt Ute Mahlers und Werner Mahlers Langzeitprojekt « Kleinstadt », das sie ab 2015 gemeinsam realisierten.
Für diese haben sich die Mahlers in einem kleinen Auto, mit einer großen Kamera und einem Vorrat an Schwarzweiß-Planfilmen durch Deutschland auf der Suche nach Bildern begeben, die die Atmosphäre, die Haltung und das Leben, also den Geist von Kleinstädten dokumentieren. Ihre prägnanten Aufnahmen frieren Zeit und Ort ein und fangen die Idee einer Kleinstadt in einem Kaleidoskop von Bildern ein. Über die Zukunft solcher Städte wird in den nächsten Jahren entschieden. Junge Menschen sind die Zukunft – wenn sie gehen, werden die Kleinstädte sterben.

Im Rahmen eines Künstler:innengesprächs wird Linn Schröder (OSTKREUZ-Fotografin und Professorin für Fotografie an der HAW Hamburg) mit den Mahlers über ihre fotografische Arbeit sprechen.

Eröffnung: 18.4.24, 18:30 Uhr

Künstler:innengespräch: 25.4.24, 19 Uhr

Laufzeit: 19.04. bis 27.6.24

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Sibylle Fendt · Gruppenausstellung und Gespräch in Berlin

Die Inselgalerie Berlin zeigt in der Ausstellung „KONSTANTE B mit SILBERBLICK“ Porträtfotografien von ostdeutschen Künstlerinnen von Sibylle Fendt. Ergänzend zu den Porträts der Künstlerinnen Tina Bara, Petra Flierl, Sabina Grzimek, Heidrun Hegewald, Sabine Herrmann, Carin Kreuzberg, Helga Paris, Barbara Raetsch und Erika Stürmer-Alex sind Werke aus dem Kunstarchiv Beskow sowie aktuelle Arbeiten dieser Künstlerinnen zu sehen. 
Die Porträts der Malerinnen, Grafikerinnen, Bildhauerinnen und Fotografinnen wurden von Sibylle Fendt in ihren Atelierräumen und der unmittelbaren Umgebung aufgenommen. 

In einer begleitenden Veranstaltung werden Sibylle Fendt und Angelika Weißbach über Kunst aus der DDR und zeitgenössische Positionen im Kunstarchiv Beeskow / Museum Utopie und Alltag sprechen. 

Künstlerinnengespräch: 13.2.24, 19 Uhr

Laufzeit: bis 16.3.24

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OSTKREUZ · Ukraine-Ausstellung mit Amnesty

OSTKREUZ hat gemeinsam mit Amnesty International und der ukrainischen Menschenrechtsaktivistin und Fotografin Oleksandra Bienert eine Fotoausstellung entwickelt, die Einblicke in den Alltag der Menschen in der von seit zwei Jahren vom Krieg gezeichneten Ukraine gibt und fragt: Wie sieht das Leben der Menschen in der Ukraine inmitten dieses andauernden russischen Angriffskriegs aus? Wie gestalten die Menschen trotz großer Gefahren ihren Alltag? Wie versuchen sie, Hoffnung und ein Stück Normalität zu bewahren?
Die OSTKREUZ-Fotograf:innen Emile Ducke, Johanna-Maria Fritz und Sebastian Wells, der gemeinsam mit dem ukrainischen Fotografen Vsevolod Kazarin arbeitet, waren unabhängig voneinander wiederholt in der Ukraine. Ergänzt werden ihre Bilder durch Fakten, die Amnesty International in den vergangenen Jahren vor Ort recherchiert hat, darunter schwerste Menschenrechtsverletzungen und Kriegsverbrechen.

Die Ausstellung wird im Foyer des Jacob-und-Wilhelm-Grimm-Zentrums der Universitätsbibliothek der Humboldt-Universität zu Berlin gezeigt und ist während der Öffnungszeiten frei zugänglich.

Eröffnung: 22.2.24, 17:30 bis 18:30 Uhr

Laufzeit: 23.2. bis 22.3.24

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Ute & Werner Mahler, Ludwig Schirmer · Ausstellung Erfurt

Ute Mahlers und Werner Mahlers Arbeiten überzeugen durch eine humanistische Sicht auf die Welt, sie sind dem Realismus verpflichtet und zugleich von starken subjektiven Momenten geprägt.
Die Kunsthalle Erfurt zeigt in der Ausstellung „An seltsamen Tagen über Flüsse in die Städte und Dörfer bis ans Ende der Welt“ eine Auswahl aus den seit 2008 gemeinsam realisierten Werkreihen der Mahlers, darunter auch die umfassende Arbeit mit dem Titel „An den Strömen“, für die sie seit 2019 fotografieren. 
„Ein Dorf“, eine vier Serien umfassende und über einen Zeitraum von 70 Jahren im thüringischen Berka entstandene Werkgruppe, bildet einen weiteren Schwerpunkt der Ausstellung. Ludwig Schirmer arbeitete in den 1950iger Jahren als Müller, in seiner freien Zeit fotografierte er sein Dorf Berka, die Menschen, die Feiern, den Alltag. Seine Bilder wurden erst 2001 in seinem Nachlass entdeckt. Werner Mahler machte in den 1970iger Jahren Berka zum Thema seiner Diplomarbeit. Zwanzig Jahre später bekam er vom Magazin Stern den Auftrag, eine Reportage über das Dorf zu machen. In Berka wurde Ute Mahler geboren, die Tochter von Ludwig Schirmer. Sie hat 2021/2022 den Ort ihrer Kindheit fotografiert. 

Eröffnung: 2.3.24, 18 Uhr

Laufzeit: 3.3. bis 26.5.24 

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Ute & Werner Mahler, Ludwig Schirmer · Buchpräsentation

Das fotografische Buch- und Ausstellungsprojekt „Ein Dorf“ veranschaulicht
Aspekte von Zeit und Wandel. Im Mittelpunkt steht das Dorf Berka in
Thüringen, das über 70 Jahre hinweg von zwei Generationen einer Familie fotografiert wurde: Ludwig Schirmer (1950-1960), Werner Mahler (1977/78 und 1998) und Ute Mahler (2021/22). Die Buchpräsentation gewährt auch einen Ausblick auf die für das Frühjahr 2025 geplante Ausstellung in der Akademie der Künste im Rahmen des Europäischen Monats der Fotografie (EMOP).

Das Buch „Ein Dorf“ erscheint im Verlag Hartmann Books mit Texten von Jenny Erpenbeck, Anja Maier, Steffen Mau und Gary Van Zante. Gestaltet wurde es von Lamm & Kirch, Berlin/Leipzig.

In Berlin wird die Publikation erstmalig in der Akademie der Künste am Pariser Platz mit einem Gespräch mit Ute Mahler, Jenny Erpenbeck und Steffen Mau vorgestellt, die Moderation erfolgt durch die Kuratorin Maren Lübbke-Tidow.

Buchpräsentation: 5.3.24, 19 Uhr

Eintritt: 6 €, erm. 4 €

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Ina Schoenenburg · Buchpräsentation in Berlin

Die Filmemacherinnen Sabine Michel und Dörte Grimm haben für ihr gemeinsames Buch „Es ist einmal. Ostdeutsche Großeltern und ihre Enkel im Gespräch“, mit der OSTKREUZ-Fotografin Ina Schoenenburg zusammengearbeitet. Gemeinsam stellen sie das Buch in der Veranstaltung „Literatur LIVE“ im Pfefferberg-Theater vor.

In vielen ostdeutschen Familien wird bis heute nicht unbefangen über das Leben in der DDR gesprochen. In diesen für dieses Buch entstandenen Gesprächen zwischen Großeltern und ihren nach 1982 geborenen Enkelkindern prallen nicht nur unterschiedlichste Prägungen und Wertesysteme aufeinander, sondern buchstäblich die Zukunft und die Vergangenheit. Die aufwühlenden Begegnungen zeigen exemplarisch, wie ein Dialog zwischen den Generationen in Bewegung kommen kann, und helfen zugleich, aktuelle politische Entwicklungen in Ostdeutschland anders und besser zu verstehen.

Buchpräsentation: 7.3.24, 10 Uhr

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Sebastian Wells · Einzelausstellung in Berlin

Mit seinem Fotoprojekt „Typ / Traube / Tross“, das im Projektraum im Haus am Kleistpark in Schöneberg gezeigt wird, untersucht der OSTKREUZ-Fotograf Sebastian Wells visuell, warum junge Menschen den Nationalismus unterstützen, hier exemplarisch in Flandern.
In Porträts von uniformierten Mitgliedern einer nationalistischen Studentenverbindung, in der Auseinandersetzung mit Bildbänden aus der NS-Zeit sowie mit dem kollektiven Gedächtnis von Passanten, analysiert er das Identitätskonstrukt der Rechtsextremen und ihre Vorstellungen von Gemeinschaft. Dabei sieht Sebastian Wells seine Rolle als die eines Archäologen, da er mit seinen Bildern ein visuelles Umfeld schafft, in dem sich die Vergangenheit untrennbar mit der Gegenwart überschneidet. 

Eröffnung: 14.3.24, 19 Uhr

Laufzeit: 15.3. bis 19.5.24

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Sebastian Wells · Magazinveröffentlichung

Mit einem Team von Künstler:innen aus der Ukraine und Deutschland hat Sebastian Wells die dritte Ausgabe des englischsprachigen Magazins Solomiya mitgestaltet, das sich der ukrainischen Kunst- und Kulturszene widmet. Das Magazin zeigt auch eine umfangreiche Arbeit über Ukrainer:innen in Berlin, für die Wells fotografiert und geschrieben hat. Gemeinsam mit Ivanna Kozachenko, Andrii Ushytskyi und Vsevolod Kazarin hat Sebastian Wells die Redaktion des Magazins inne, die Art Direction liegt bei Peter Bünnagel und Anne-Lene Proff vom Kollektiv Scrollan. Das Magazin erscheint im März 2024 im Verlag SHIFT BOOKS und wird unterstützt von der Klaus-Stemmler-Stiftung. 

Hier kann bereits eine Ausgabe des Magazins vorbestellt werden.


Jörg Brüggemann & Tobias Kruse · TV-Beitrag, ARTE

Die ARTE-Sendung „Twist“ spricht mit Künstler:innen über die Rolle und das Potential von Freundschaft. Eine Verbindung, die auf Freiwilligkeit beruht, "ungezähmt", ohne rechtlichen Rahmen. Was bedeutet Freundschaft? Stütze, Anker, Inspiration oder einfach Liebe? Wird die Freundschaft gesellschaftlich unterschätzt? Und was bedeutet es, mit dem Freund, der Freundin zusammenzuarbeiten? Wie wird mit Konkurrenzgefühlen umgegangen? 
Diese Fragen beschäftigen auch die OSTKREUZ-Fotografen Tobias Kruse und Jörg Brüggemann, die sich in einem Fotoprojekt mit ihrer Freundschaft auseinandergesetzt haben. Welche Rolle spielen dabei ihre Ost-West-Biografien? Und wieviel Gegensatz kann Freundschaft aushalten? 

Zur kompletten Sendung geht es hier. 


Espen Eichhöfer · Künstler:innenprogramm in Oslo

Wir freuen uns, dass Espen Eichhöfer kürzlich für das norwegische Artist-Programm “Norwegian Journal of Photography” der norwegischen Fritt Ord- Foundation ausgewählt wurde. Dies ermöglicht ihm, an seinem neuen Projekt „OsloShow“ zu arbeiten, das sich mit dem auf Erdöl und Gas basierenden Reichtum des Landes und dessen Einwirken auf die heutige Jugend Norwegens auseinandersetzt. Die Ergebnisse des Artist-Programms, an dem außerdem neun norwegische Fotograf:innen beteiligt sind, werden in 2025 in einer Gruppenausstellung in Oslo vorgestellt.

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Ute Mahler und Werner Mahler · Kulturpreis 2023 der DGPh

Unseren Mit-Gründer:innen Ute Mahler und Werner Mahler wurde am vergangenen Samstag der Kulturpreis 2023 der Deutschen Gesellschaft für Photographie (DGPh) verliehen!

In seiner Rede zur Preisverleihung im Potsdamer Museum Barberini sagte der DGPh-Vorsitzende Michael Biedowicz, Ute Mahler und Werner Mahler seien „zwei herausragende deutsche Fotografen, die zur DDR-Zeit wie heute ihre eigene und unangepasste Sicht auf die Welt in unterschiedlichen, intensiven Fotoprojekten realisieren“.

Der Kulturpreis wird als höchste Auszeichnung der Deutschen Gesellschaft für Photographie jährlich vergeben. Laut der Stiftungsurkunde der DGPh zeichnet der Kulturpreis „…bedeutende Leistungen aus, die mit Hilfe der Photographie erzielt wurden, insbesondere auf künstlerischem, humanitärem, karitativem, sozialer, technischen, erzieherischem oder wissenschaftlichem Gebiet.“

Wir freuen uns sehr und gratulieren auf herzlichste zu dieser besonderen Auszeichnung!

Foto: Tobias Kruse


Linn Schröder · Einzelausstellung in Berlin

Die Robert Morat Galerie in der Linienstrasse in Berlin-Mitte zeigt Arbeiten aus Linn Schröders Langzeitprojekt „Ich denke auch Familienbilder“. Dieses setzt sich mit einer der ursprünglichsten Aufgaben der Fotografie, dem Einfangen und Festhalten von Erinnerungen, auseinander. 

Familienbilder sind Fotografien, die zum einen helfen, sich zu erinnern und zum anderen erinnerungsstiftend wirken können. Es kann sich bei ihnen jedoch auch um gedankliche Bilder handeln, die durch Erzählungen und die eigene Vorstellungskraft entstehen. Linn Schröder verbindet diese Ansätze auf poetische Weise und erschafft Bildwelten, die in ihrer surrealen, märchenhaften, zum Teil inszenierten Bildsprache von Verwunderung, Ungewissheit, und vielleicht auch von Unbehagen erzählen. 

Eröffnung: 27.10.23, 18 bis 21 Uhr in Anwesenheit der Fotografin 

Laufzeit: 28.10. bis 21.12.23 

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Johanna-Maria Fritz · Gruppenausstellung in Wetzlar

Johanna-Maria Fritz’ in der Ukraine entstandene Arbeit „A Grave in the Garden“ ist Teil der Shortlist-Ausstellung des Leica Oscar Barnack Awards 2023, die aktuell in der Leica Welt in Wetzlar zu sehen ist. 

Seit Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine am 24. Februar 2022 reist Johanna-Maria Fritz wiederholt in die gefährlichen Gebiete des Landes und hält dort die Ereignisse und Auswirkungen des andauernden Konflikts fest. Ihre bedrückende Reportage gibt direkte Einblicke in den Alltag der Menschen, die jeden Tag um ihr Überleben kämpfen. 

Laufzeit: bis 31.1.23 

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Maurice Weiss · Podiumsdiskussion in Berlin

Aktuelle und relevante Themen aus dem ReVue Magazin geben im „Salon Revue“ im F hoch 3 - freiraum für fotografie Anlass zur Auseinandersetzung. Neue wissenschaftliche Erkenntnisse und Perspektiven, innovative Ideen und Fragen zur Fotografie und Wahrnehmung prägen die anregenden, diskursiven Abende. Vertreter:innen aus der Praxis treten dabei in den direkten Dialog mit Wissenschaftler:innen und tauschen sich mit dem Publikum aus. 

Im Rahmen des Gesprächsabends „Politisch fotografieren“ diskutieren im November Maurice Weiss und Boris Kochan, Präsident des Deutschen Designtags, als Teil der Reihe „Salon ReVue“ miteinander. Dabei stellen sie Fragen wie: Welche Bilder lassen Politiker:innen heute überhaupt noch zu? Wie ist die Rolle der Fotografie politisch zu verstehen? Der Austausch wird von Miriam Zlobinski moderiert. 

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, es wird die Buchung eines Online-Tickets empfohlen. 

Datum: 7.11.23, 19 Uhr 

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Sebastian Wells · Doppelausstellung und Talk in Berlin

Die Niedersächsische Landesvertretung in Berlin zeigt mit „Bilder zur Zeitenwende“ die Fotoausstellung des deutsch-ukrainischen Künstlerduos Sebastian Wells und Vsevolod Kazarin. Beide wurden in diesem Jahr für ihre gemeinsame Arbeit, die 2022 in Kyiv entstanden ist, mit dem „Deutschen Friedenspreis für Fotografie“ in Osnabrück ausgezeichnet. 

Zur Eröffnung der Ausstellung wird es einen Talk mit Sebastian Wells, dem Friedensforscher Prof. Dr. Ulrich Schneckenkenner (Universität Osnabrück) und Dr. Kateryna Rietz-Rakul (Ukraine-Institut Berlin) geben, der von Stefanie Sembill (Landesvertretung Niedersachsen) moderiert wird. Der Eintritt ist frei, um Anmeldung (ab 1.11. möglich) wird gebeten. 

Eröffnung und Talk: 13.11.23, 19 Uhr 

Laufzeit: 14. bis 19.11.23  

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Tobias Kruse · Gruppenausstellung in Gera

Das Museum für Angewandte Kunst in Gera zeigt die Ausstellung des 14. Aenne-Biermann-Preises, eines bundesweiten Wettbewerbs für deutsche Gegenwartsfotografie, der vom MAK Gera sowie der SV Sparkassen-Versicherung im Turnus von 2 Jahren ausgeschrieben wird. 

Tobias Kruse erhält für seine Arbeit „Deponie“ im Rahmen des Preises eine Anerkennung, seine Serie wird in der Ausstellung zu sehen sein. Sie ist Tobias Kruses fotografische Reise durch Ostdeutschland, ausgehend von der Deponie Schönberg bei Schwerin. Kruses assoziative Schwarz-Weiß-Aufnahmen von Landschaft und Menschen stehen zwischen Härte, Poesie, Abstraktion und Gegenständlichkeit. Zur Ausstellung wird eine Publikation erscheinen. 

Eröffnung und Preisverleihung: 21.11.23, 18 Uhr 

Laufzeit: 22.11.23 bis 11.2.24 

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